Mützen-Tabelle

Wer kennt das nicht – man will für jemanden eine Mütze stricken und hat aber den Kopf zum Probieren nicht greifbar. Da helfen ein paar Angaben zur allgemeinen Größe von Köpfen und entsprechenden Maschenzahlen.

Die Maschenzhalen im folgenden sind natürlich nur ein Richtwert. Das Muster, das man strickt, hat natürlich auch immer noch großen Einfluss auf die Größe der fertigen Mütze.




Abschlusskante

Oft braucht man eine saubere Kante an der Seite eines Strickstücks. Dafür gibt es eine einfache Lösung – einen iCord-Abschluss. Dieser entsteht am Reihenanfang und/oder am Reihenende und wird gleich mitgestrickt. Die andere Variante, dass man einen iCord nachträglich anstrickt, zum Beispiel in einer Kontrastfarbe, ist hier beschrieben.

 

Und wie geht das nun? Ganz einfach:

Statt einer Randmasche benötigt man 3 Maschen – das muss man beim Anschlagen entsprechend berücksichtigen.

Hinreihe:

  • 1 Masche rechts, 1 Masche abheben mit Faden vor der Masche, 1 Masche rechts

Das arbeitet man entweder am Anfang oder am Ende der Reihe – je nachdem, wo man den Abschluss haben will.

 

Rückreihe:

  • 1 Masche abheben mit Faden vor der Masche, 1 Masche rechts, 1 Masche abheben mit Faden vor der Masche

 

Und das war es schon!

 

 

 




Baby-Pullover – Tipps&Tricks

Das ist mehr ein allgemeines Rezept (für mich selbst aufgeschrieben) als eine akribische Anleitung. Ich mache mir leider immer Notizen, die ein Jahr später nur noch sehr schwer zu dekodieren sind. Nun fragte das Töchterchen nach der Anleitung… Ich sammle hier mal meine Gedanken rund um Baby-Pullover und beschreibe das Rezept für einen Raglan-Pullover.

  • So lästig wie es ist beim Stricken, aber Baby-Pullover brauchen immer eine Knopfleiste an der Schulter oder in der Raglanschräge – sonst hat man keine Freude beim Anziehen des Babys.
  • Ich finde, dass es am besten ist, immer nahtlos zu stricken. Gerade an den Ärmeln krempelt man gern und da stört eine Naht zum einen optisch und zum anderen sind Nähte einfach dick und krumpelig.
  • 100% Merino-Sockenwolle, am besten stark getwistet ist das Beste Garn für Babypullover: es ist nicht zu dick und es ist robust. Es sollte unbedingt maschinenwaschbar sein, sonst hat die junge Mutter wenig Freude am Pullover.

Raglan- Pullover-Rezept mit Knopfleiste in der Raglanschräge:

  • man schlage 75 Maschen an. Mit diesem Anschlag kann man Pullover mindestens bis Größe 74 stricken.
  • Es werden zunächst 10-12 Reihen glatt rechts für den Rollrand gestrickt.
  • Die Aufteilung der Maschen ist  wie folgt in meinem Notizbuch abgelegt – jetzt wird vielleicht deutlich was ich damit meine, dass meine Notizen oft sehr sparsam sind….

  • das bedeutet:
    • 4 Maschen für die Knopfleiste
    • 2 Raglan-Maschen
    • 10 Maschen für Ärmel
    • 2 Raglan-Maschen
    • 20 Maschen für Rückenteil
    • 2 Raglan-Maschen
    • 10 Maschen für den zweiten Ärmel
    • 2 Raglan-Maschen
    • 20 Maschen für das Vorderteil
    • 2 Raglan-Maschen
    • 1 Randmasche
    • Daran kann man auch schön erkennen, wo man ggf. den Pullover vergrößern könnte – bei den Maschen für Ärmel und Rücken/Vorderteil jeweils einige mehr nehmen.
      Es sind hier 5×2 Raglanmaschen dargestellt – das liegt an der Knopfleiste – normalerweise braucht man nur 4×2 Raglanmaschen.
  • Nach dem Rollrand beginnen die Raglan-Zunahmen, es wird rechts gestrickt (wir sind in einer Hinreihe)
  • 5 M, 1 Marker einhängen, 1 M, 1 zunehmen, 10 M, 1 zunehmen, 1 M, 1 Marker einhängen, 1M, 1 zunehmen, 20M, 1 zunehmen, 1 M, 1 Marker einhängen, 1M, 1 zunehmen, 10 M, 1 zunehmen, 1 M, 1 Marker einhängen, 1M, 1 zunehmen, 20 M, 1 zunehmen, 3 M
  • In der Rückreihe immer links stricken.
  • Die folgenden Raglan-Zunahmen gestalten sich ganz einfach: man strickt immer bis zu einer Masche vor dem Marker, nimmt eine zu und dann 1 Masche nach dem Marker stricken und wieder eine zunehmen.
  • Nach wenigen Reihen erkennt man das Prinzip.

  • Man nimmt nun so lange zu, bis man ca. 64-70 Maschen pro Ärmel hat – diese Maschenzahl ist für einen ziemlich kleinen Babypullover, etwas in Größe 62/68. Für größere Pullover einfach ein paar Maschen mehr erzeugen (mehr Raglanzunahmen stricken).
  • Dann teilt man die Arme vom Körper ab.
  • Unter den Armen nimmt man noch 3-5 Maschen neu auf und strickt dann Vorder- und Rückenteil in einem Stück rund bis zur gewünschten Länge. Enden mit Rollrand.
  • Bei den Ärmeln fasst man in den Achselhöhlen Maschen auf (vom Körper, die man da neu angeschlagen hat) und strickt in Runden. Man nimmt aller 8 Reihen jeweils 1 Masche ab rechts und links vom Rundenanfang bis ca. 42 Maschen – wieder für Gr. 62/68. Dann bis zur gewünschten Länge ohne Abnahmen stricken, mit Rollrand enden.
  • Wenn man sich für Knöpfe entschieden hat, nähe man diese an. Dann häkelt man eine Reihe feste Maschen über den Raglanrand und danach mit Luftmaschen entsprechend der Knopfgröße Schlingen zum Zuknöpfen.

Man ist völlig frei, Muster, Streifen, was auch immer einzuarbeiten – ich wollte ja das Prinzip erläutern, wie man einen Babypullover einfach so stricken kann.

Für die passende Babyhose habe ich zwei Anleitungen aufgeschrieben: einmal diese und einmal diese.




Eins – Zwei – Drei

…. zur perfekten Sockenspitze

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Diese Spitze modifiziert eine klassische Bandspitze, indem die Anzahl der Runden ohne Abnahmen verändert wird. Es ist auch egal, ob man mit 68 oder 64 oder 60 Maschen die Socke strickt.

Das Grundrezept dieser Spitze kann man sich ganz einfach merken:

 1 x 3, 2 x 2 und 3 x 1

Diese Formel gibt die Anzahl der Abnahmen an und die darauf folgenden Reihen ohne Abnahmen.

Die Abnahmen erfolgen bei der Arbeit mit zwei Rundstricknadeln jeweils bei der zweiten und dritten bzw. Der drittletzten und vorletzten Masche. Die erste Abnahme als überzogene Abnahme, die folgende Abnahme einfach durch zusammenstricken der Maschen.

Dann folgen  3 Runden ohne Abnahmem.

Gefolgt von einer Abnahmerunde.

Dann 2 Runden ohne Abnahme.

Gefolgt von einer Abnahmerunde.

Dann 2 Runden ohne Abnahme.

Nun kommt eine Abnahmerunde und eine Runde ohne Abnahmen. Diese beiden Reihen noch zweimal wiederholen.

Ab jetzt nimmt man in jeder Runde ab, bis nur noch 16 Maschen auf der Nadel sind ( jeweils 8 pro Nadel), die  dann m Maschenstich verbunden werden.

 

Natürlich kann man das Prinzip auch “umdrehen” und die Socken von der Spitze her nach dem gleichen Prinzip stricken.

Man beginnt mit 8 Maschen pro Nadel und nimmt nach der ersten und vor der letzten Masche in jeder Reihe eine Masche zu, bis 20 Maschen auf der Nadel sind. Dann jeweils eine Reihe ohne Zunahmen gefolgt von einer Zunahme-Reihe (bis 26 Maschen). Dann wird die Zunahmereihe von 2 Reihen ohne Zunahme gefolgt und schließlich noch 3 Reihen und eine finale Zunahmerunde.

Bei Kindersocken wirkt so eine Spitze auch viel harmonischer als eine klassische Bandspitze, wie der folgende Vergleich zeigt.

 

 




Loop “Fritzi”

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Meine Tochter hat mir aus Neuseeland einen wunderbaren Strang handgefärbter Wolle mitgebracht. Es ist eine Mischung aus Merino, Possum und etwas Nylon.

possum1

Das Garn ist watteweich – in etwa wie ein reines Kaschmirgarn. Ich habe lange nach dem perfekten Muster dafür gesucht. Dieses Muster ist einfach zu stricken und bringt die leichten Farbnuancen des Garnes gut zur Wirkung. Bei mir hat ein 100g Strang für den kompletten wirklich langen Loop gereicht.

Lauflänge des Garnes ist nicht so wichtig, am besten wird dieser Loop mit diesem Muster in einer Wolle, die in etwa 6facher Sockenwolle entspricht. Die Nadeln nicht zu klein wählen, lieber etwas größer, damit der Loop schön fällt.

Und so wird das Ganze gestrickt:

  • 52 Maschen anschlagen mit einem andersfarbigen Garn (der Anschlag wird später wieder aufgelöst, um den Loop unsichtbar zu schließen), am besten auch noch eine Reihe rechts in dem Kontrastgarn stricken
  • Nun zur Hauptfarbe wechseln und wie folgt stricken:
  • 1. Reihe: Randmasche, 1M rechts, *1 M abheben wie zum Linksstricken, Faden hinter der Masche führen, 3 M rechts * , wiederholen, enden mit 1 M rechts, Randmasche
  • 2. Reihe: Randmasche, 1M rechts, *1 M abheben wie zum Linksstricken, Faden vor der Masche führen, 3 M rechts * , wiederholen, enden mit 1 M rechts, Randmasche
  • die 3. Reihe wie die 1. Reihe stricken und die 4. Reihe wie die 2. Reihe
  • 5. Reihe: Randmasche, *3M rechts, 1 M abheben wie zum Linksstricken, Faden hinter der Masche führen*, enden mit 3M rechts, Randmasche
  • 6. Reihe: Randmasche, *3M rechts, 1 M abheben wie zum Linksstricken, Faden vor der Masche führen*, enden mit 3M rechts, Randmasche
  • 7. Reihe wie 5. Reihe
  • 8. Reihe : wie 6. Reihe
  • Diese 8 Musterreihen immer wiederholen.
  • Wenn der Loop die gewünschte Länge hat, löst man den provisorischen Anschlag auf, nimmt die Maschen auf eine Nadel und verbindet die Anfangsmaschen mit den Maschen der letzten Reihe.
  • Fäden verstechen und fertig!




Spitze Hanna

Diese Spitze ist stumpf und sehr bequem – sie ist für Socken und für Handschuhe gleichermaßen gut geeignet.

hanna1

Zuerst strickt man eine normale Bandspitze oder auch eine Sternchenspitze, bis nur noch 16 Maschen auf den Nadeln sind. Der Rundenanfang muss seitlich liegen.

hanna2

Jetzt muss die Socke gewendet werden. Das geht am besten, wenn man den Anschlagfaden zu Hilfe nimmt: Der Faden wird durch das Nadelspiel hindurch und dann der Rest nachgezogen.

hanna4

Nun werden die Maschen auf 2 Nadeln verteilt, weil das bequemer ist. Jetzt wird die erste Masche der vorderen Nadel mit der ersten Masche der hinteren Nadel zusammengestrickt.

hanna5

Jetzt strickt man die nächsten beiden Maschen zusammen und zieht die erste  Masche darüber. So fährt man fort, bis alle Maschen verbraucht sind. Durch die letzte Masche zieht man dann den Faden und vernäht ihn.

Zieht man die Socke auf rechts, sieht das dann so aus:

hanna0

Für Kindersocken kann man anstelle der 16 Maschen 12 nehmen, das passt besser.




Holländische Ferse

hollaendischeferse2

Beispiel Socke mit 60 Maschen

  •  zunächst wird natürlich der Schaft gestrickt.
  •  nun legt man die Hälfte der Maschen, also hier 30, still. Mit den anderen 30 Maschen strickt man eine Fersenwand (verstärkt hält länger) über 28 Reihen,die erste Reihe ist eine zurückgehende, also linke Maschen.
  • Nun strickt man rechts bis zur Mitte, dann 2 M rechts, 2 M re zusammen , 1 M re und dann wenden
  • nun wird die RM abgehoben, 6 M li gestrickt, 2 li zusammen , 1 li und wenden
  • nun RN abheben, 7 M re, 2 re zusammen, 1 re und wenden
  • so weiterverfahren, bis alle Maschen der Fersenwand aufgebraucht sind
  • nun werden die  RM der Fersenwand beidseitig aufgenommen und man strickt in Runden weiter ( mit den stillgelegten Maschen natürlich auch ).
  • Für den Spickel werden in jeder 2. R wie üblich M abgenommen, bis die ursprüngliche oder sonst gewünschte Maschenzahl für den Fuß erreicht ist.

hollaendischeferse1




(Nahezu) Perfekte Streifen in Runden stricken

Man kann den Rundenanfang zwar immer noch etwas sehen, aber nicht so sehr wie beim herkömmlichen Stricken von Farbstreifen in Runden.

Der Trick ist ganz einfach. In der ersten Runde einer neuen Farbe strickt man vollkommen normal. In der zweiten Runde hebt man die erste Masche mit nach hinten gelegten Faden ab.

In der dritten Runde strickt man wieder ganz normal.

Das wars.

Wer es noch etwas ausgefallener machen will, der lässt den Rundenanfang “wandern”, man verschiebt sozusagen den Beginn des Farbstreifens immer um eine Masche.




Strick-Kante

Die Bilder zeigen, wie es geht. Einfach mal ausprobieren – geht gar nicht so schwer, wie es aussieht!

In gelb ist die Kante gearbeitet, blau ist das Strickstück, das die Kante erhält. Wichtig ist, dass Strumpfstricknadeln verwendet werden für die Kante, in der jeweils passenden Stärke.

4 Maschen in gelb anschlagen.

Eine Reihe rechts stricken.

Die letzte Masche der gelben mit einer blauen Masche zusammenstricken.

Jetzt nicht wenden, die gelben Maschen zum Anfang der Randnadel (im Bild Alu)schieben und wieder rechts stricken.

So immer fortfahren, bis alle blauen Maschen aufgebraucht sind, immer schön straff ziehen, damit sich die gelbe Kante auch gut “einrollt”.

Und so sieht die Rückseite aus:




Filzblüten


Diese Blüten gehen wirklich ganz einfach und man kann herrlich Reste dabei verarbeiten. Wichtig ist, dass nur filzbare Wolle genommen wird (also keine Wolle mit Superwash-Ausrüstung).

Bei der Farbzusammenstellung und der Größe könnt ihr eure Fantasie spielen lassen. Ganz toll könnte ich mir vorstellen, werden die Blüten aus Kureyon von Noro. Das Strickprinzip ist vergleichbar zu dem des Kissens, lest dort in der Anleitung nach, da ist es ganz ausführlich erklärt, wie man anfängt. Also mit einem Nadelspiel und 8 Maschen geht es los. Wenn man sich aber genau an die Kissen-Anleitung halten würde, gäbe es keine schöne gewellte Blüte, sondern eben ein Kissen.

Deshalb also: man hat 8 Zunahmestellen, an denen jeweils 2 Maschen zugenommen werden. Meine Aufteilung war pro Nadel in etwa so: 1 M stricken, 1 zunehmen, in der Mitte der Nadel liegen 2 M, vor und nach denen zugenommen wird und vor der letzten Masche auf jeder Nadel wird zugenommen. Bereits nach der 2. Zunahme-Reihe einfach die Zwischenrunde weglassen und in jeder Runde zunehmen. Ich habe ca. nach jeder 3. Zunahme-Runde mal wieder eine Reihe rechts gestrickt. Aber seid unbesorgt – Fehler sieht man hinterher eh nicht mehr. Auch wenn man mal auf einer Nadel eine Zunahme vergessen hat…. Wenn die Blüte die entsprechende gewünschte Größe erreicht hat, Maschen abketteln. Dann die Fäden verstechen und aus einigen Wollfäden am Anfangsfaden anknüpfend einen kleinen Zopf flechten, der dann zur Befestigung der Blüte oder als Stil dient. Ich habe meine Blüte zweimal mit einer Buntwäsche bei 40° mitgewaschen, eine 60° Wäsche solltet ihr mit Bedacht wählen, falls die Blüten abfärben.

Das folgende Foto zeigt eine schöne Verwendung für die Filzblüten als Schmuck für Haus-Schuhe

filzbluete




Flechtwerk

Ein Einstrickmuster von AngelaII

Flechtwerk wurde in der Zeit um 700 n. Chr. als Ornament verwendet, von Wikingern auf Steinen und Helmen, aber auch in den ersten illuminierten Mauskripten, z.B. dem Book of Kells. Hier drei Flechtwerkbordüren, die ich alle zusammen in einer Jacke verwendet habe. Am besten gefällt mir aber das oberste (in der Strickschrift), das von einem Helm stammt, der in York (England) gefunden wurde.

Ein KLICK auf das Muster vergößert es!




Einstrickmuster LKW

Noch ein shcönes Einstrickmuster von Sylvia.




Einstrickmuster Husky

Ein klassisches Einstrickmuster von Sylvia.




Filzen in der Waschmaschine

Das Filzen von gestrickten Stücken in der Waschmaschine ist eine faszinierend einfache Technik, die vor allem für Strick-Anfänger geeignet ist. Fehler oder Unebenheiten im Gestrick werden durch das Filzen “weggezaubert”. Da ich immer mal nach meinen Erfahrungen gefragt werde, habe ich diese hier zusammengefasst.

Etwas Theorie vorab
Im Internet findet man viele Artikel zum Filzen, ich verweise hier mal auf diesen, der auch Aussagen zum unterschiedlichen Filzverhalten verschiedener Wollsorten macht. Aus dem Artikel stammt auch das folgende Zitat:

Unter dem Filzprozeß versteht man “… die durch Bearbeitung von losem Fasergut, durch Reibung, Stoß und Druck unter Mitwirkung von Feuchtigkeit und Wärme vor sich gehende innige Verbindung des Fasermaterials zu einem dichten und haltbaren Stoff.” (Arnold, 1926)

Diese Definition ist zwar alt, gibt aber gut wieder, welche Faktoren beim Filzen die ausschlaggebende Wirkung erzeugen. Der Filzvorgang selbst benötigt außer der Wolle Wasser, Wärme und Bewegung in Form von leichtem Drücken, später Reiben und zum Schluß ein festes Kneten. Dieses Kneten nennt man auch Walken, wodurch ein dichter und fester Stoff, der Filz, entsteht

Damit ist eigentlich alles gesagt – zum Filzen ist Wärme und Bewegung und Wasser erforderlich. All das bietet eine Waschmaschine, ergo nutze man sie zum Filzen!

Material
Geeignet ist jede Wolle, auf deren Banderole so etwas wie “Handwäsche” steht. Findet man auf der Banderole Hinweise wie”garantiert filzfrei”oder “superwash”, dann ist das Garn nicht geeignet. Im Zweifel gilt: probieren.
Ein geringer Anteil an Kunstfasern macht u.U nichts aus, so habe ich schöne Ergebnisse mit Mohairgarn erzielt, das über einen Kunstanteil verfügt. Aber gerade bei der Verwendung neuer Garne, mit denen man noch nicht gearbeitet hat gilt, das absolut Allerwichtigste beim Filzen ist:

Die Filzprobe
Jeder Stricker hasst sie. Keiner macht sie gern, die Maschenprobe. Für die Filzerei geht es aber wirklich nicht ohne akribische Filzprobe, wenn man Wert darauf legt, ein Strickstück einer bestimmten Form oder Größe zu erreichen. Meine ersten gestrickten Filzlatschen habe ich auch nach der Devise “wird schon passen” gestrickt. Sie passten auch, allerdings nicht mir sondern meiner 3jährigen Nichte.
Beim Filzen schrumpft das Strickstück unterschiedlich in Länge und Breite. Das ist bei jedem Garn anders. Sogar das Garn gleicher Zusammensetzung in einer anderen Farbe kann anders filzen.
Besonders vorsichtig muss man mit Mixgestricken aus unterschiedlichen Garnen sein.
Also, es hilft nichts, man muss eine Filzprobe machen. Dazu stricke man ein Rechteck aus mindestens 25 Maschen und 30-40 Reihen. Dann markiere man mit einem kontrastfarbigen Zwirnsfaden eine bestimmte Maschen – und Reihenzahl und ich empfehle, diese Zahlen unbedingt aufzuschreiben. Nach dem Waschen kann man keine Maschen mehr erkennen, aber anhand der Zwirnfädchen kann man gut ausmessen.

—Ein aktuelles Bild kommt in den nächsten Tagen wieder hierher —-

Als kleinen Tipp dafür: wenn man die Filzprobe richtig großzügig macht, kann man das entstandene Läppchen auch als Topflappen benutzen oder falls man eine Tasche herstellen will, kann man das Ding als Innentasche annähen.Das Filzen
Im wunderschönen Buch “Felted knits” steht explizit, dass man mit einem der in Deutschland üblichen Frontlader-Waschmaschinen definitiv nicht filzen könne. Zum Glück habe ich diesen Satz erst gelesen, als ich es shcon besser wusste – es geht.
Meiner Erfahrung nach braucht es zwei Durchgänge, meist einen bei 40° und einen bei 60°. Um die Waschmaschine zu schonen, kann man das Filzstrickwerk in einen alten Kissenbezug stecken. Dann verteilen sich nicht so viele Fusseln in der Maschine.
Ich nehme immer etwas normales Vollwaschmittel dazu, solches, auf dem steht “nicht für Wolle oder Seide”.
Und dann ist es noch wichtig, für Bewegung in der Waschtrommel zu sorgen. Ideal sind Jeans, Handtücher sind zu weich, die bereiten dem Strickstück nicht genügend “Stress” während des Waschgangs. Ideal ist auch, ein bis zwei Tennisbälle oder diese Waschpulverkapseln beizulegen.
Nach dem ersten Waschgang betrachte man das Werk – wenn man noch einzelne Maschen der Strickerei  erkennen kann, dann sollte man nochmal Filzen.

Nach dem Waschgang
Aus der Maschine komme ein verknittertes formloses ETWAS, das nun unbedingt in Form gezogen und gezupft werden muss, bevor es trocknet. Ein Hut muss unbedingt auf einem Kunstkopf (notfalls halt auch auf einem Natur-Kopf) trocknen, damit er die notwendige Form bekommt. Es ist erstaunlich, viel viel man noch an der Grße verändern kann durch kräftiges Ziehen und Zerren. Taschen trocknen am besten mit Übertöpfen oder Kartons, die man in Plastiktüten steckt.

Insgesamt kann ich diese Technik nur empfehlen, es macht Spaß. Und vor allem Anfänger können hervorragende Ergebnisse erzielen. Man sollte zuerst eine Tasche stricken und auf die Filzerfahrung anderer zurückgreifen (so spart man sich die lästige Filzprobe).

Die Pflege gefilzter Objekte ist denkbar einfach: ab in die Waschmaschine, dort waren sie ja schließlich auch schon mal!




Färben mit KoolAid

Färben mit Brausepulver – ja, das geht! Sogar ganz einfach, unkompliziert, ohne größere Schweinerei, aber mit viel Spaß!

Man braucht dazu:

 

  • Wolle, die hell genug ist zum Färben – zum Strang gewickelt
  • ca. 4 Pck. Kool-Aid pro 100g Wolle
  • pro Farbe ein Glas oder einen alten Becher
  • Frischhaltefolie
  • ein mikrowellengeeignetes Gefäß (Auflaufform o.ä.)
  • eine Mikrowelle

 

Allgemeine Tipps:

  • Das Garn einige Stunden vorher in Wasser einweichen, dann ausdrücken. Den Strang nicht zu fest abbinden, weil an diesen Stellen sonst die Farbe schlecht eindringen kann.
  • Nicht zu viel Garn auf einmal färben.
  • Keine Angst vor dem Verfilzen der Wolle – der Strang darf nur nicht zu sehr gedrückt und bewegt werden, wenn er im Wasser (und dann auch noch erwärmt) ist.
  • Für einfarbiges Garn können auch mehrere Päckchen gemischt werden, so bekommt man neue Farbtöne.

Los geht’s:

  • Das Brausepulver in etwas Wasser auflösen, ca. 80-100ml. Die Wassermenge ist nicht so entscheidend, es muss nur ausreichend Farbflüssigkeit da sein, damit man die Wolle gleichmäßig damit tränken kann.
  • Frischhaltefolie auslegen – das Stück sollte ausreichen, um den Strang Wolle komfortabel darin einwickeln zu können).
  • Den Wollstrang darauf auslegen und dann die Farbflüssigkeit auf dem Strang verteilen. Nun liegt es an jedem selbst, ob man die Farben mixt oder die Strangabschnitte größer wählt, die gefärbt werden…. Einfach ausprobieren, was für Effekte man erzielen kann!
  • Mit Gummihandschuhen (oder einer Plastiktüte) die Hände schützen und dann die Farbe richtig schön einkneten in das Garn.

 

 

  • Jetzt ist man schon fast fertig. Der Garnstrang wird nun in die Folie eingewickelt und in ein mikrowellenfestes Gefäß gelegt.
  • Dann das Ganze ab in die Mikrowelle: 2 min auf höchster Stufe. Dann einige Minuten ruhen lassen, danach nochmals 2 min Mikrowellenbetrieb.
  • Jetzt kommt der schwierigste Part: Geduld ist gefragt. Das Garn muss abkühlen.
  • Danach ausspülen und trocknen lassen – fertig!

 

 

Dieses Garn ist etwas „gesprenkelt“ geworden, das war aber Absicht, es sollten weiße Stellen erhalten bleiben.

 

 




verschiedene Motive Doppelstrickerei

Autumn Leaves

Der Herbst steht vor der Tür und an kühlen Herbsttagen kann Mann bzw. Frau schon gut einen zarten Schal vertragen – hier ein Vorschlag mit den fallenden Blättern

 

Die Anleitung hier ist so gezeichnet, das keine Randmaschen mit gezeichnet wurden! Wichtig – diese beim Nacharbeiten mit berücksichtigen!

Vielen Dank an Tina und das wir die Vorlagen veröffentlichen dürfen. Bei Probleme bezüglich des Ausdruckes kann man nochmal schauen.

 

Butterfly

Die Anleitung hier ist so gezeichnet, das keine Randmaschen mit gezeichnet wurden! Wichtig – diese beim Nacharbeiten mit berücksichtigen!

 

 

 

 

 

 

 

 

Caravan of Sheep

Die Anleitung hier ist so gezeichnet, das keine Randmaschen mit gezeichnet wurden! Wichtig – diese beim Nacharbeiten mit berücksichtigen!

 

 

Vielen Dank an Tina und das wir die Vorlagen veröffentlichen dürfen. Bei Probleme bezüglich des Ausdruckes kann man   hiernochmal schauen




Anatomische Ferse

Designerin:

Anatomische Ferse mit Käppchen in verkürzten Reihen. Ausgehend von der Ferse dieser Socken von Anniken Allis, Zwickel in Anlehung an das Buch  “Handarbeiten wie zu Großmutters Zeiten”

Anleitung:

Schaft:

  • wie üblich stricken.

Fersenwand:

  • So viele Reihen wie Maschen auf einer Nadel stricken.B
  • ei einer ungeraden Zahl eine Reihe mehr stricken. bei 56M also 14R, bei 60M 16R).
  • Die erste und letzte Masche als Randmasche stricken, die zweite und vorletzte Masche immer rechts stricken.
  • Gestrickt wird über Nadel 1 und 4.

Käppchen:

  • In verkürzten Reihen arbeiten.
  • Auf Nadel 1 die Hälfte der Maschen abstricken, eine weitere Masche stricken, wenden, erste Masche überziehen und Nadel stricken.
  • Auf Nadel 4 wiederholen.
  • In jeder weiteren Reihe dann eine Masche mehr stricken, bis alle Fersenmaschen in Arbeit sind.
  • Bei ungerader Maschenanzahl in der ersten Reihe abrunden (bei 56M also 8M stricken, dann wenden; bei 60M ebenfalls 8M stricken).

Zwickel:

  • In der nächsten Runde pro Randmasche aus der Fersenwand eine Masche aufnehmen.
  • Die nächste Runde ist dann eine Abnahmerunde.
  • In jeder dritten Reihe weitere Abnamen arbeiten, bis die ursprüngliche Maschenzahl wieder erreicht ist.
  • Damit die Ferse  anatomischer  wird, die Abnahmen im unteren Fußbereich arbeiten.
  • Die Abnahmereihe wird dann so gestrickt:
    • Nadel 1: eine Masche weniger als die Hälfte der Maschen stricken,
    • die nächsten beiden Maschen rechts überzogen zusammenstricken,
    • Rest rechts
    • Nadel 2 und 3 stricken.
    • Nadel 4: stricken bis eine Maschen mehr als die Hälfte vorhanden ist.
    • Zwei Maschen zusammen stricken, Rest rechts.
    • Bei ungerader Maschenzahl in der ersten Reihe aufrunden (bei 56M also auf Nadel 1 zunächst 6M stricken, bei 60M 7M stricken)-



Ferse ohne Maschenaufnahme

Designerin:

Das besondere an dieser Ferse ist, dass der Zwickel mit der Fersenwand gleichzeitig gestrickt wird. Man strickt also weiter in Runden bis die Fußsohle erreicht ist. Das „Käppchen“ wird dann nicht nur über die Fersenwand, sondern noch bis über den Zwickel gestrickt. Maschenaufnehmen an der Fersenwand entfällt!

Die Idee dieser Ferse stammt nicht von mir. Sie ist mir in einer englischen Anleitung begegnet („show-off stranded socks“ von Anne Campbell über Ravelry). Leider war dort die Ferse nicht allgemein beschrieben, so dass ich mir ein Prinzip errechnet habe, mit dem man diese Ferse für alle Maschenzahlen stricken kann. Mit etwas Recherche und der Hilfe von einigen Ravelrynutzern habe ich herausgefunden, dass diese Ferse in mindestens zwei Büchern beschrieben ist, und außerdem auch kostenlos in einem englischsprachigen Blog. In letzterem Fall konnte ich mich davon überzeugen, dass meine Denkweise richtig war. 

Dies ist also die deutsche Anleitung für diese Ferse. Ich gebe dabei nicht nur die Strickanweisungen, sondern auch so viel wie möglich von der „Konstruktion“, damit man die Socken je nach Fußform anpassen kann.

 Material:

  • Sockenwolle 4fach
  • Nadelspiel 2,5mm. Natürlich kann auch mit ein oder zwei Rundnadeln gestrickt werden! Die Anleitung gilt aber fürs Nadelspiel, man muß also entsprechend „umdenken“
  • Evtl 2 Maschenmarkierer

Maschenprobe:

  • 10cm =30 Maschen, 40 Reihen

Verwendete Techniken und Muster:

  • Rd       Runde
  • R         Reihe
  • 1re      eine Masche rechts stricken
  • 1li        eine Masche links stricken
  • abh     eine Masche abheben
  • ssk      2 Maschen überzogen zusammenstricken
  • 2lizus  2 Maschen links zusammenstricken

Anleitung:

  • Auf Nadel 1 und 4 erfolgen nun in jeder zweiten Runde die Zwickelzunahmen. Dazu wird immer nach den Fersenmaschen zugenommen (nach Belieben Maschenmarkierer benutzen).
  • Ausführlicher:
    • Rd1: Nadel 1 stricken, eine Masche zunehmen. Nadel 2+3 stricken. Nadel 4: eine Masche zunehmen, stricken.
    • Rd2: stricken
    • Rd3: Nadel 1: Fersenmaschen stricken, eine Masche zunehmen, restliche Maschen stricken (das sind die Zwickelmaschen). Nadel 2+3 stricken. Nadel 4: Zwickelmaschen stricken, eine Masche zunehmen, Fersenmaschen stricken.
    • Rd4: stricken
    • usw
  • Variante1: Man kann auch immer am Ende von Nadel 1 und Anfang Nadel 4 zunehmen. Dann verlaufen die Maschen in Richtung wie die Fersenmaschen.
  • Variante2: Die Zunahmen kann man auch in der Fersenmitte machen. Am besten 2 Mittelmaschen zwischen den Zunahmen glatt rechts stricken.
  • So viele Runden stricken wie üblicherweise die Fersenwand hoch ist, also 2 Runden weniger als Fersenmaschen.
  • Oder anders formuliert, man nimmt eine Masche weniger zu als Maschen auf einer Nadel (erspart das Rundenzählen).
  • Die Fersenwand ist also normal hoch und die Anzahl der Zwickelmaschen entspricht auch der klassischen Ferse.
  • für schmalere Füße kann man die Fersenwand natürlich kürzer stricken. Dann hat man auch automatisch weniger Zwickelmaschen!
  • Durch das Abnahmeprinzip des Käppchens kann man aber nicht mehr Runden stricken als Fersenmaschen minus zwei. Wie es trotzdem gehen kann, ist am Ende der Anleitung beschrieben.
  • Nun folgt das Käppchen. Es wird gestrickt wie bei der Herzchenferse, allerdings nicht nur über die Fersenmaschen sondern fortlaufend auch über die Zwickelmaschen.
  • Damit die Abnahmen mit dem Zwickel auch enden, strickt man vor der ersten Abnahme eine bestimmte Zahl rechter Maschen.
  • Diese Zahl ist abhängig davon, wie viele Runden man weniger gestrickt hat als Fersenmaschen.
  • Für jede 2 Runden die man weniger gestrickt hat wird eine Masche gestrickt. Oder anders formuliert: die Hälfte an Runden die man weggelassen hat.
  • Bei der normalen Fersenwandhöhe ist es  also 1 Masche. Bei z.B. 6 Runden weniger wären es 3 Maschen.
  • Im Folgenden wird von der normalen Fersenwandhöhe ausgegangen.
  • Reihe 1:
    • Nadel1: 1re, ssk, 1re, wenden, 1abh, li stricken
    • Nadel4: 1li, 2lizus, 1li, wenden, 1abh, re
  • Reihe2:
    • Nadel1: 2re, ssk, 1re, wenden, 1abh, li str
    • Nadel4: 2li, 2lizus, 1li, wenden, 1abh, re
  • Auf diese Art fortfahren, dabei immer eine Masche mehr vor den Abnahmen stricken.
  • Dabei muß man jedoch nicht ständig zählen! Durch das Wenden ergibt sich eine Lücke.
  • Die Masche vor und nach dieser Lücke wird jeweils zusammengestrickt.
  • Es wird so lange gestrickt bis noch eine Masche unbearbeitet ist.
  • Ab jetzt wird wieder in Runden gestrickt. In der ersten Runde erfolgt dabei die letzte Zwickelabnahme.
  • Dadurch entstehen keine Löcher!
  • Diese erste Runde sieht also so aus:
    • Nadel 1: stricken, die letzten 2 Maschen überzogen zusammenstricken (ssk)
    • Nadel 2 und 3: stricken
    • Nadel 4: 2 Maschen rechts zusammenstricken, stricken bis Nadelende.
  • Weiter den Fuß stricken und die Spitze nach Belieben arbeiten.



Steffis Ferse

Bei dieser Ferse wird eine verkürzte Fersenwand gestrickt, dann eine verkleinerte Bumerangferse und schießlich ein Zwickel.

Dazu nach dem Schaft mit der ersten und vierten Nadel zwei Reihen weniger als Maschen auf einer Nadel stricken (sollte diese Zahl ungerade sein, dann eine Reihe weniger stricken). Dabei wird mit der ersten und letzten Masche eine Randmasche gearbeitet; die zweite und vorletzte Masche wird kraus gestrickt.
Beispiel: 60 Maschen gesamt, pro Nadel 15 Maschen. 15-2 =13, abrunden auf die nächst kleinere gerade Zahl = 12 Reihen.

Jetzt wird der erste Teil der Bumerangferse gestrickt mit überzogenen Maschen. So lange verkürzte Reihen arbeiten, bis mit der Hälfte der Maschen eine überzogene Masche gearbeitet wurde (sollte die Zahl ungerade sein, eine Masche abziehen). Der Bumerangteil wird also kürzer als bisher. Für das Beispiel ergeben sich also 15-1 =14 nichtüberzogene Maschen.

Nun werden zwei Reihen über alle Maschen gearbeitet, dabei die äußeren Maschen als Randmasche arbeiten.

Dann folgt der zweite Teil des Bumerangs. Dazu werden in der ersten Reihe die Hälfte der unbearbeiteten Maschen abgestrickt und zusätzlich eine weitere (das ist die letzte Masche die vorher überzogen wurde). Weiter wie bei der Bumerangferse.In unserem Beispiel werden 7+1 = 8 Maschen abgestrickt und dann gewendet.

Ist der Bumerangteil beendet, wird wieder in Runden gearbeitet. In der ersten Runde pro Seite aus dem Rand der Fersenwand Maschen aufnehmen, und zwar halb so viele wie Maschen auf einer Nadel. Sollte die Zahl ungerade sein, dann auf die nächste ganze Zahl abrunden. In unserem Beispiel sind 15 Maschen auf der Nadel. Die Hälfte ist 7,5, abgerundet = 7. Pro Seite werden also hier 7 Maschen aufgenommen.

Für den Zwickel in der nächsten Runde auf Nadel 1 die dritt- und zweitletzte Masche zusammenstricken, und auf Nadel vier die zweite und dritte Masche rechts überzogen zusammen stricken. Weitere Zwickelabnahmen erfolgen in jeder dritten Reihe, so lange bis die ursprüngliche Maschenzahl wieder erreicht ist.




Armkugel – von oben gestrickt

Diese Armkugel strickte meine Oma schon so und ich habe das jetzt mal anhand einiger Fotos festgehalten, wie das mit einem Puppenpullover funktioniert.

ACHTUNG: die Anleitung wurde geändert – durch den Datenbankumzug sind die bisherigen Bilder in den “Weiten des Netzes” irgendwo hängen geblieben. Silvia war so nett und hat alles noch mal nachgearbeitet! Vielen Dank Silvia

 

1.) Mit einem fertigen Stickstück wird der Umfang der Armkugel abgemessen.

In diesem Falle sind es 40 Maschen.

2.) Die Maschenzahl wird in drei Teile eingeteilt. Also schlage ich 10 Maschen an.

3.) Mit dem Zeigefinger bildet man einen Abstand zu den mittleren 20 Maschen.

4.) Wiederholt einen Abstand mit dem Zeigefinger zu den letzten 10 Maschen bilden.

5.) Nun werden die ersten 10 Maschen als Rückreihe gestrickt. Noch einmal den Zeigefinger zu

Hilfe nehmen, damit die mittleren 20 Maschen gestrickt werden.

6.) Die letzten 10 Maschen nicht beachten, sondern umdrehen und die Hinreihe stricken. In

diesem Falle 20 Maschen und eine Masche von den letzten 10 Maschen mitstricken.

7.) Umdrehen, die Rückreiche stricken und wieder eine Masche der letzten 10 Maschen stricken.

8.) Alles solange wiederholen, bis alle Maschen verstrickt sind. So bildet sich die „Kugel“.

9.) Weiterstricken – in der Regel bis zum Ellbogen, dann mit den Abnahmen beginnen. (Als

Beispiel: Bei einem Strickstück mit Nadel Nr. 3 – 3,5, Herrengröße 50/52 benötige ich 100

Maschen für die Armkugel. Ich schlage 30-40-30 an, stricke bis zum Ellebogen fast gerade

runter, dann nehme ich jede 4. Reihe rechts und links eine Masche ab. Mit den Abnehmen

aufhören, wenn der Umfang für das Gelenk erreicht ist. Danach nehme ich die Maschen auf

ein Nadelspiel, so habe ich keine Naht beim Umkrempeln. Falls ich das Bündchen an dem

fertigen Strickstück umkrempeln möchte, werden die Maschen auf der linken (inneren) Seite

abgekettet. So liegt die Abmaschkette dann obenauf.

An Mariannchens Pullover habe ich das Prinzip erklärt – aber natürlich geht das auch mit Pullovern für Erwachsene und mit Msutern, hier dazu noch ein weiteres

 

Auch ein Tipp von anno dazumal.

 

Wenn ich überlege, dass meine Oma Zuckersäcke aufgeribbelt hat und meine Mama davon einen Pullover bekam der fürchterlich kratzte, kann ich mir schon gut vorstellen, dass es damals nicht so tolle Anleitungen gab wie heute.




Windmills

Die grünen Dreiecke bilden eine Windmühle, die weißen eine weitere. Aufgrund der Quadratausrichtung ist es nicht

möglich, beide Windmühlen auf einmal zu sehen. Zwei Dreiecke jeder Farbe sind immer ‘fest’. Andere zeigen die Farbe
zu unterschiedlichen Graden abhängig vom Sehwinkel. Je nachdem, wie man drauf sieht, sind die Teile sichtbar oder
auch nicht.

 

Verarbeitet man dieses Vorlage in anderen Projekten, ergeben sich verschiedene interessante Effekte.
1. Quadrat

mit dunklem Garn 23 Maschen aufnehmen – dies ist die erste Reihe der Rippe1

1. Rippe: zweite Reihe dieser Rippe rechts stricken
2. Rippe: helles Garn – die erste Reihe rechts stricken, in der 2. Reihe werden die
farbigen Kästchen des Charts rechts gestrickt, die weißen Kästchen werden links gestrickt
Chart: 1 M re; 22 M li
3. Rippe: dunkles Garn –  die erste Reihe rechts stricken, in der 2. Reihe werden die

farbigen Kästchen des Charts rechts gestrickt, die weißen Kästchen werden links gestrickt
Chart: 2 M li, 21 M re

4. – 23. Rippe: dem Chart folgen und entsprechend bis zum Ende weiterstricken, dann die Maschen

stilllegen
ein zweites Quadrat wie das Quadrat 1 stricken
2. Quadrat   – Chart B

das Strickstück umdrehen – so wie bei der durchnummerierten Vorlage
Mit dunklem Garn 23 Maschen aufnehmen – dies ist die erste Reihe der Rippe1

1. Rippe: in der 2. Reihe werden die farbigen Kästchen des Charts rechts gestrickt, die weißen Kästchen werden links gestrickt
Chart: 1 M re; 22 M li


2. Rippe: helles Garn – die erste Reihe rechts stricken, in der 2. Reihe werden die

farbigen Kästchen des Charts rechts gestrickt, die weißen Kästchen werden links gestrickt
Chart: 2 M li; 21 M re
3. Rippe: dunkles Garn –  die erste Reihe rechts stricken, in der 2. Reihe werden die

farbigen Kästchen des Charts rechts gestrickt, die weißen Kästchen werden links gestrickt

Chart: 3 M re; 20 M li

4.- 23. Rippe: weiter in der Strickchart bis zum Ende der Vorlage
3. Quadrat

wie das 2. Quadrat stricken

4. Quadrat

die stillgelegten Maschen wieder aufnehmen und wie das Quadrat 1 stricken

Am Ende die Quadrate 3 und 4 zusammennähen
Dieses Muster hier kann in vielen Variationen und mit einer Vielzahl von Mustern kombiniert werden.
Einige Vorschläge:
– die Quadrate arbeiten und in anderer Folge zusammen nähen
– die Quadrate größer arbeiten und mehrere übereinander setzen
– Ändern der Farbrichtung
Hier kann man einige Beispiele sehen:
http://www.illusionknitting.woollythoughts.com/shadowtriangles.html
SHADOW TRIANGLE KISSEN



Tutorial Ahornblatt

Das Blatt als Illusion mit der Anleitung,

wie man sich selber die Vorlagen von selbst gewählten Motiven erstellt

Komplettanleitung

von der Planung bis zum  fertigen Handarbeit

by Designer Pat Ashforth & Steve Plummer 2010

Um eine Arbeit zu beginnen, sucht man sich ein entsprechendes Motiv – hier ein Ahornblatt. Entweder ein stilisiertes Blatt:

oder als natürliches Blatt
Für den Entwurf ist es einfacher, ein Bild in den Graustufen darzustellen als in Farbe, somit sollte man das Bild entsprechend mit einem Bildprogramm konvertieren.

Zur weiteren Verarbeitung sollte man sich das Programm Inkscape downloaden – das ist ein kostenloses Open Source Programm. http://www.inkscape.org/download/?lang=de – Eine kurze Programmbeschreibung ist hier zu finden:

https://anleitungen.bestrickendes.de/index.php?page=shop.product_details&category_id=53&flypage=flypage-ask.tpl&product_id=449&option=com_virtuemart&Itemid=400008
Nach dem Importieren des Blattes, kann man in verschiedenen Ebenen arbeiten sowie die Skalierung gut festlegen.
Das Diagramm ist erstellt und nun kann es losgehen mit der
Einarbeitung der Schattierung – also der Illusion.
Man wählt sich nun einen Punkt in diesem Diagramm – dieser bestimmt dann, mit welcher Farbe man startet.

Jede “Zeile” des Diagramms ist eine Rippe und eine Rippe entsprechen 2 Reihen. Hierbei wird die 1. Reihe IMMER rechts gestrickt und die 2. Reihe jeweils mit rechten bzw. linken Maschen.

Nachdem das Blatt im Programm durchgezeichnet ist, beginnt man im nächsten Schritt die hellen Farben in den Rechtecken einzuarbeiten.
Zum Ende der Arbeit im Programm muss nun die Ebenen verbinden und
in der Druckvorschau sieht das Bild dann wie folgt aus:
Strickanleitung:

Wie in der Anleitung auszuzählen ist, beginnt man mit 60 Maschen. Die Strickschrift beginnt am unterem Rand und ist die erste rechte Reihe. Für die Rückreihe benutzt man die Farben, die man sich ausgesucht hat, die weißen Kästchen werden links in der gerade benutzen Farbe gestrickt.

Für die  nächsten beiden Reihen wird nun die Farbe gewechselt und man strickt wie bereits beschrieben.

Bis zum Ende der Arbeit hält man an diesem Grundprinzip fest. Wichtig ist, das Diagramm immer von Links nach Rechts zu lesen, in der 2. Reihe der jeweiligen Rippe.

Je nach dem wie man das Diagramm strickt, so können sich die Illusionen anders ergeben. Der Designer hat die Vorlage um 90 Grad gedreht und am Ende sah die Arbeit so aus:



Squares-IN-SQUARES

Das Strickwerk besteht aus grün und gelb Streifen und je nach Blickwinkel

sieht man auch hier alles anders aus.

Alle 4 kleinen Quadrate in dem großen Quadrat sehen anders aus.

Quadrat 4                                     Quadrat 3

Quadrat 1                                      Quadrat 2

Mustervergrößerung hier möglich:
http://www.illusionknitting.woollythoughts.com/directionalshadows.html

1. Quadrat
mit dem grünen Garn 23 Maschen aufnehmen und die 1. Reihe stricken.
(1 Rippe = 2 Reihen)
1. Rippe: 2 Reihen rechts stricken
2. Rippe: gelbes Garn – Reihe 1 dieser Rippe rechte Maschen, Reihe 2 linke Maschen
3. Rippe: grünes Garn und 2 Reihen rechts stricken
4. – 23. Rippe: die Rippen 2 und 3 stetig wiederholen.

2. Quadrat
das erste Quadrat um 90 Grad drehen und dann mit dunkler Farbe 23 Maschen aufnehmen und genauso wie das 1. Quadrat stricken

3. Quadrat
Arbeit um 90 Grad drehen und mit heller Farbe 23 Maschen aufnehmen.  Dies ist die erste Reihe.
1. Rippe: 2 Reihen rechts stricken
2. Rippe: grünes Garn, Reihe 1 rechts stricken, die zweite Reihe links
3. Rippe: 2 Reihen rechts stricken
4. – 23. Rippe: die Rippen 2 und 3 stetig wiederholen

4. Quadrat
das 4. Quadrat auf der Seite “über dem Quadrat 1 ansetzen und da die 23 Maschen aufnehmen mit heller Farbe. Die Ausführung erfolgt wie die Strickanleitung von Quadrat 3. Am Ende die Quadrate 4 und 1 zusammen nähen.

Diese Arbeit kann stetig vergrößert werden, indem man die Quadrate immer gedreht um 90 Grad angefügt. Mit der Fortführung dieses Musteransatzes kann man entsprechend größere Arbeiten erstellen.

Wichtig – sollen die Quadrate größer werden, muss immer eine ungerade Anzahl von Maschen genommen werden. Dies ist wichtig, damit als 1. Reihe stetig die Maschenaufnahme gilt und dann die Rippen  fortgeführt werden können.




Square to Eternity

Illusions Knitting = Schattenstricken -die Streifen/Rippen sind in 2 Farben gearbeitet und jeder dieser

Streifen besteht aus 2 Strickreihen. In der ersten Reihe des Streifens/Rippe wird immer rechts
gearbeitet.

Die ganze Illusion – die Musterung – entsteht in der Rückreihe des Streifens/Rippe. Praktisch
benötigt man nur die Chart für die jeweiligen Rückrunden der Streifen.

In diesem Beispiel war der Hintergrund grün, und das Design sollte in schwarz hervortreten.
Das ist ein sehr einfaches Beispiel. Es gibt keine rechten Maschen auf der falschen Seite der
Arbeit in den grünen (hellen) Streifen.
Strickanleitung:

mit der schwarzen Farbe 62 Maschen anschlagen (=1. Reihe der 1. Rippe)
1. Rippe: 2. Reihe (Rückseite):  der Tabelle von links nach rechts folgen, die dunklen Felder des Charts rechts, die weißen Felder links stricken. Das Chart zeigt: 30 Maschen links; 2 Maschen rechts; 30 Maschen links
2. Rippe (helles Garn): die 1. Reihe rechts, die 2. Reihe links stricken.
Das Chart zeigt bei diesem Muster generell keine rechten Maschen auf der Rückseite bei der hellen Garnfarbe.
3. Rippe (dunkles Garn): die 1. Reihe rechts stricken
die 2. Reihe der Tabelle von links nach rechts folgen, die dunklen Felder des Charts rechts, die weißen Felder links stricken. Das Chart zeigt: 28 Maschen links; 6 Maschen rechts; 28 Maschen links
4. Rippe: wie die 2. Rippe stricken.
Weiter entsprechend des Charts stricken – die Arbeit endet mit der schwarzen Farbe.
Dieses Quadrat kann vielseitig verwendet werden und mit eingearbeitet werden zb. in Kissen, Taschen, Jacken oder auch Pullovern.



Shadows in one Colour

 

Jedes Teil sieht je nach Blickwinkel anders aus. Die Unterschiede sind zwar schwer erkennbar für das Gehirn, aber sie sind da.

Diese Probe ist so gearbeitet, dass ein Teil rechtwinklig zum zweiten Teil steht. Der Effekt kann durch die Rippen (2 Reihen)
entsprechend verstärkt werden.

Je nach Draufsicht ändert sich das Bild, was gesehen wird.

Strickschrift:

Die Musterschrift geht über 23 Maschen und es wird eine Reihe gestrickt.

 

(Achtung: eine Rippe = 2 Reihen)

Rippe 2: eine Reihe stricken und dann eine Reihe links

Rippe 3: zwei Reihen rechts stricken

 

Die Rippen 2 und 3 so oft wiederholen, bis 23 Reihen gestrickt sind – also ein Quadrat, dann
abmaschen.

 

Die Arbeit um 90 Grad drehen, 23 Maschen aufnehmen und wieder die Rippen 2 und 3 stricken, wieder 23 Reihen,
praktisch als 2. Quadrat und danach wieder abmaschen.
Will man die Größe dieser Arbeit ändern, ist es WICHTIG, immer eine ungerade Zahl ein Reihen zu haben, damit das Muster korrekt zur Geltung kommt.



Sampler

Dies ist zwar nicht das attraktiveste Strickstück, aber wegen der Effekte kann man es gut in ein Kleidungsstück oder anderweitig mit einarbeiten. Es zeigt nicht alle möglichen Erscheinungen.

Der Sampler wird von unten und der Seite gezeigt, weil die Streifen in verschiedenen Richtungen gestrickt werden. Sie sehen unterschiedlich aus, je nachdem wie man drauf schaut.

Zusätzlich zu den Streifen gezeigt könnten Sie auch eine feste Grauzone haben und eine Zweifarbenabteilung, wo grau die wahrgenommene Farbe ist.

mit dem dunkleren Garn 16 Maschen anschlagen, dies ist wie immer die erste Zeile der ersten Rippe.
1. Rippe: die zweite Reihe rechts stricken.
ES GIBT KEINE WEISSEN QUADRATE UND SOMIT KEINE LINKSMASCHEN
2.- 16. Rippe: beide Reihen jeweils rechts stricken

17. Rippe: mit dem helleren Garn, die erste Reihe rechts stricken, die zweite Reihe komplett links stricken – weiße Kästchen
18. Rippe: mit dunklen Garn, die erste Reihe rechts stricken, in der zweiten Reihe die farbigen Kästchen rechts, die weißen Kästchen links
19.- 32. Rippe: die Rippen 17 und 18 sieben mal stricken

33. Rippe: mit hellem Garn, die erste Runde rechts stricken, in der zweiten Reihe die farbigen Kästchen rechts, die weißen Kästchen links
34. Rippe: mit dunklen Garn, die erste Runde rechts stricken, in der zweitenreihe die farbigen Kästchen rechts, die weißen Kästchen links
35. -48. Rippe: die Rippen 33 und 34 sieben mal wiederholen und in der letzten Runde beenden.

Teil B

die Streifen nun seitlich drehen und wie dargestellt 48 Maschen aufnehmen, dieses gilt dann als erste Runde der Rippe Nr. 17
17. Rippe: die zweite Reihe links stricken (weiße Kästchen)
18. Rippe: mit dunklen Garn beide Reihen rechts stricken
19. Rippe: mit hellem Garn, die erste Reihe rechts stricken, die zweite Reihe links
20. Rippe: mit dunklem Garn, beide Reihen rechts stricken
21. – 32. Rippe: die Rippen 19 und 20 sechsmal wiederholen

33. Rippe: mit hellem Garn beide Reihen rechts stricken
34. Rippe: mit dunklem Garn beide Reihen rechts stricken
35. – 48. Rippe: die Rippen 33 und 34 sieben mal wiederholen und die Arbeit beenden




Modell Cube – ideal zum ersten Schattenstrickereistück …

Diese Modell kann man gut als “Erstlingswerk” oder “Probearbeit” ausprobieren.

Was das Illusions Knitting ausmacht, sieht man recht gut an den beiden Bildern.

schräge Draufsicht und man sieht das Würfelmuster schaut man normal, sieht man nur das
Material: 2 kontrastreiche Farben, eine Rundstricknadel, die etwas kleiner als regulär sein kann
(Wichtig: damit das Muster gut zu sehen ist, “glatte” Wolle verwenden, keine Flauschwolle)
Strickschrift:
Die Strickschrift zeigt Rippen und keine einzelnen Reihen, d. h. eine Reihe der Strickschrift sind jeweils 2 Reihen. Die Hinreihen werden IMMER rechts gestrickt, in den Rückreihen linke oder rechte Maschen.

schwarzen Kästchen: 1 Masche rechts mit dunkler Farbe
graues Kästchen: 1 Masche rechts mit heller Farbe
weißes Kästchen: Linke Masche mit der Farbe, mit der gerade gearbeitet wird

Nach jeweils 2 Reihen, also einer Rippe, wechselt man die Farbe, so dass zu jeder Zeit immer nur mit einem Faden einer Farbe gearbeitet wird.

Man beginnt diese Arbeit wie folgt:

Anschlag von 50 Maschen und 2 Reihen rechts stricken, danach beginnt man mit der Strickschrift

Einfach ausprobieren – es geht einfacher als man denk




Inkscape

kostenloses Hilfsprogramm für die Schattenstrickerei

ACHTUNG – dies ist eine kurze Programmbeschreibung zur Hilfe für die Erstellung von Mustervorlagen für die Schattenstrickerei – ausführliche Beschreibungen auf der Inkscape-Seite. Wichtig auch, dieses Programm gehört zum OpenSource Projekt und ist somit kostenlos.

 

 

Inkscape – Open Source Malprogramm

http://www.inkscape.org/?lang=de oder hier http://www.chip.de/downloads/Inkscape_15274752.html

Das Programm ist zum SVG-Format kompatibel, kann aber auch EPS-, Postscript-, JPG-, PNG-, BMP- oder TIF-Bilder importieren und nach PNG oder anderen vektorbasierten Formaten exportieren. Inkscape bietet zahlreiche Werkzeuge und verschiedene Formen, Pfade, Texte, Markierungen, Klone, Transparenzeffekte (alpha), Transformationen, Farbverläufe, Muster und Gruppen.

Open Inkscape durch einen Doppelklick auf das Icon auf Ihrem Desktop oder in Ihrem Programm-Listing im Startmenü.

Maximieren Sie die Programm-Bildschirm, wenn es nicht bereits getan haben.

Speichern Sie Ihre Arbeit häufig. Als erstes sofort unter Verwendung von Speichern die Datei speichern.  Danach häufig einfach zwischenspeichern in dem Menü Datei.

Zum Einrichten Gittern
Klicken Sie auf Datei und dann auf Dokument-Eigenschaften

Auf der Registerkarte “Seite”

Standard-Einheiten auf mm festlegen

Seitengröße auf A4 ändern sowie die Seite als Hochformat festlegen

Benutzerdefinierte Größe der Raster in mm

Deaktivieren der Grenze Schatten Box

Auf der Registerkarte Grids

In Creation

Wählen des rechteckigen Raster

Klicken Sie auf New – Neu

Einheiten auf mm Raster

Set Achse X bis 0.0000

Set Achse Y bis 0.0000

Set Abstand Achse X auf 1.0000

Set Abstand Y Achse auf 1.0000

Farb-Block anklickern und  auf der rechten Seite des Grid Linienfarbe und setzen RGBA auf 0, 0, 0, 40

Schließen der Linienfarbe Grid-Kästchen.

Farbe-Block anklickern auf der rechten Seite der Major Raster Linienfarbe und setzen RGBA bis 255, 0, 0, 100

Major-Farbfeld Startaufstellung schließen.

Jede Major Startaufstellung: 10 einstellen

Stellen Sie sicher, dass die Show statt Punkte Linien nicht aktiviert ist.

Schließen Sie das Dokument Feld Eigenschaften.

Erstellen der Schichten
Klicken Sie auf Layer dann auf Add Layer
Nacheinander 5 Schichten hinzufügen, sodass am Ende insgesamt 6 Schichten vorhanden sind.

 

Stellen Sie sicher, dass jede neue Ebene hinzugefügt wird, “über den aktuellen ‘.

Geben Sie jeder Schicht einen Namen. Die Namen sollten entsprechend erklären:

Layer-2 (dunkle Farbe)

Layer 3 (hell)

Layer 4 (Testing) Dies wird nur verwendet, zum probieren von Ideen

Layer 5 (Black Grid)

Layer 6 (Red Grid)

 

Umbenennen Layer 1, wenn gewünschen

Klicken Sie auf den kleinen Pfeil auf der rechten Seite den Kopf der Schichten Kasten an der Unterseite der Hauptbildschirm und klicken Sie dann auf Layer 1.

Aus der Schicht Dropdown-Menü am oberen Rand des Hauptfensters klicken Sie auf Umbenennen Layer.

In der Box, die erscheint dann geben Sie den neuen Namen für den Layer, Layer 1 (Bild), und klicken Sie dann auf Umbenennen.

Erstellen des Grids
Erstellen der schwarzen Gitter auf Layer 5

Klicken Sie auf den kleinen Pfeil auf der rechten Seite den Kopf der Schichten Feld am unteren Rand der Startseite und klicken Sie dann auf Layer 5 (Black Grid).

Mit dem Vergrößern oder Verkleinern (Lupe) Zoom-Werkzeug auf der linken unteren Umriß Quadrat in die Seite, bis Sie rote Quadrat können Sie eine 10 mm x 10 mm.
Nicht verlängern Sie die folgenden Zeilen über die Seiten dieses rote Quadrat
Verwenden Sie die Draw Freehand-Linien (Bleistift) Werkzeug zeichnen Sie eine horizontale Linie am unteren roten Linie auf dem Platz, indem Sie am Anfang der Zeile und am Ende wieder.

Klicken Sie auf das farbige Feld rechts von “Stroke:” am unteren linken Feld auf der Hauptseite, eine Fläche und Kontur wird angezeigt, um die rechts von der.
Auf der Stroke malen Registerkarte legen Sie die RGB-Farben auf 0, 0, 0, 255

Auf der Stroke style Registerkarte legen Sie die Breite Einheiten Breite mm und um einzutreten 0,02 und Presse.

 

Auf dieser Fläche und Kontur-Box gibt es eine kleine Pfeilspitze zeigt auf der rechten Seite. Klicken Sie auf diese Pfeilspitze auf dem Bildschirm zu minimieren das Feld auf der rechten Seite des Mains. Mit einem Klick auf dieses Feld minimiert wird es wieder geöffnet wenn Sie es brauchen.

 

Kopieren und fügen Sie die Zeile rotes Quadrat gezeichnet haben an jedem der grauen horizontalen Linien in der. Wiederholen Sie die oben für die vertikalen Linien.

Kopieren und fügen Sie diese 10 mal 10 Quadratmeter über die volle angezeigten Seite. Dies kann Patienten beinhalten kurze Wartezeiten, wie du bist das Kopieren und Einfügen so sein.

 

Am unteren Rand des Hauptfensters klicken Sie auf das Schlosssymbol sperren Layer 5.
Erstellen der rote Gitter auf Layer 6

In der Ebenen-Feld am unteren Rand des Hauptfensters zu ändern, um Layer 6 (Red Grid).

Mit dem Draw Freehand Linien (Bleistift) Werkzeug zeichnen Sie eine horizontale Linie quer über den Boden des angezeigten Seite.

 

Öffnen Sie die Fläche und Kontur Box wieder durch Klicken auf die minimierte Version auf der rechten Seite des Bildschirms oder durch Klicken auf das farbige Feld rechts von “Stroke:

Auf der Stroke malen Registerkarte legen Sie die RGB-Farben zu 255, 0, 0, 255

Auf der Stroke style Registerkarte legen Sie die Breite Einheiten Breite mm und um einzutreten 0,2 und Presse.

Minimieren Sie die Fläche und Kontur-Box.

 

Kopieren und fügen Sie die rote Linie gezogen haben angezeigten Seite zu zeigen, alle 10 schwarzen Quadraten hinauf auf die. Wiederholen Sie die oben für die vertikalen Linien.

 

Am unteren Rand des Hauptfensters klicken Sie auf das Schlosssymbol sperren Layer 6.

 
Ausschalten des Hintergrundgitter
Klicken Sie auf Profil an der Oberseite der Hauptseite und klicken Sie auf Grid. Diese schaltet den Hintergrund Gitter so, dass man klarer sehen das Raster, das Sie gezeichnet haben.

Speichern Sie die Arbeit
Sie sind nun bereit, um Bild zu importieren Sie Ihre ersten und Beginn der Erstellung einer Design, sondern stellen Sie sicher, dass Sie dieses Feld leer, so gerettet Gitter getrennt, dass sie wieder und wieder verwendet werden.Speichern Sie keine neue Arbeit über die Spitze




Fibonacci Stripes

Bei diesem Design sieht man keine Farbe genau als Hintergrund – in einigen Teilen ist die

Farbe offensichtlich, in anderen nicht. Schaut man sich das Strickteil direkt von der
Vorderseite an, kann man 2 Farben als horizontale Streifen sehen.

Die Fibonacci Folge ist 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21…  Es wäre sehr schwierig, diese Illusion sonst

genau darzustellen, besonders die einzelnen Maschen am Rande würde man nicht klar sehen.
Um genau das zu vermeiden, würde bei dem ganzen Strickstück eine 4Strick-Grenze an jeder
Seite eingearbeitet. Oben und unten sind jeweils 4 Rippen gelb gearbeitet worden.
Zu Vergrößerung der Vorlage einfach zur Seite der Designer gehen und die Strickchart anklicken:

http://www.illusionknitting.woollythoughts.com/page58.html
Strickanleitung:


mit der gelben Farbe 62 Maschen anschlagen  –  diese gilt als erste erste Runde.

1. Rippe: beide Reihen stricken in gelb
2. Rippe: beide Reihen stricken in gelb
3./4. Rippe: wie die 2. Rippe
5. Rippe: mit dunkler Farbe, die 1. Reihe rechts stricken ;  2. Reihe: dem Chart von links nach rechts folgen, die dunkelgrauen Kästchen rechte Maschen und die
weißen Kästchen linke Maschen. Lt. Chart zu stricken: 4 M re; 21 M li; 13 M re; 8 M li; 5 M re; 3 M li; 2 M re; 1 M li; 5 M re
6. Rippe: mit heller Farbe die 1. Reihe rechts stricken; 2. Reihe: der Tabelle immer von links nach rechts folgen
Lt. Chart zu stricken: 25 M re, 13 M li; 8 M re; 5 M li; 3 M re; 2 M li; 1 M re; 1 M li, 4 M re

Die Rippen 3 und 4 stetig wiederholen, bis man bei der Rippe 57 in dunkler Farbe angekommen ist.

58. – 61. Rippe: wie Rippe 2 stricken
Viel Spaß!



Eye of the Tiger

Grundanleitung Illusions Knitting/Schattenstrickerei 

Hier wird erklärt anhand des Tigerbildes,

wie man eigene Designs in

Illusions-Strickerei entwerfen kann.

Zu Beginn, nachdem das Bild ausgesucht wurde, benötigt man ein Grafik – Programm, welches man so benutzen kann, das man mehrere Ebenen hat und Raster zeichnen kann sowie man Daten importieren kann. Das wichtigste sind die Ebenen in dem Programm – bereits im Tutorial Ahornblatt wurde Inkscape – also Open Source – verwendet.

Hier findet man eine kurze Programmbeschreibung:

https://anleitungen.bestrickendes.de/index.php?page=shop.product_details&category_id=53&flypage=flypage-ask.tpl&product_id=449&option=com_virtuemart&Itemid=400008

Vorbereitung
Zur Erstellung der Strickvorlage werden 6 Ebenen erstellt:
1. Ebene: untere Schicht, das Bild, was man sieht
2. Ebene: wird die dunklere Farbe
3. Ebene: wird die hellere Farbe
4. Ebene: Versuchsraster
5. Ebene: Raster für die schwarzen Kästl, als Vorgabe 200 x 200 müsste ausreichend sein
6. Ebene: siehe Ebene 5 – diesmal nur für die roten Kästl

 

Bildbearbeitung: (zum Kennenlernen einfach im Programm mitarbeiten!)

 

1. Graustufen

So speichern Sie das Bild auf Ihrem Computer – Bild mit rechten Mausklick anklickern, auf “Bild speichern unter ” gehen

und dann das Bild entsprechend abspeichern.

2. Importieren und Illusionieren des Bildes

Das Bild in Inkscape einfügen und speichern, sowie mit dem Raster versehen – wichtig, auf der untersten Ebene abspeichern sowie

das Bild am Raster ausrichten!

 

Als Raster wähle ich hier zur Sichtbarkeit 15 x 15 große Kästchen, also 150 Maschen x 150 Maschen. Die Proportionen des

Bildes sollen beibehalten werden!

 

Es kann sein – wie auch hier sichtbar, das nicht das komplett Bild im Raster ist, aber dieser kleine Teil kann vernachlässigt

werden.

 

 

 

 

3. Start der Bildbearbeitung

 

Im Illusions Knitting/Schattenstrickerei werden zwei Farben verwendet, die nur Gebieten des Lichtes, Gebieten dunkel und

Gebieten des Zwischenschattens zeigen kann UND, weil ich nichts Kleineres zeigen kann als ein Stich, muss ich

sicherstellen, dass das kleinste Detail, das ich zeigen will, an der Skala möglich ist, die ich verwende. Das kleinste

Detail auf diesem Typ des Themas wird wahrscheinlich dir Pupille eines Auges sein. Aus diesem Grund bin ich dabei,

das linke Auge des Tigers heranzuholen, um zu sehen, ob ich genug Detail in meiner Strickarbeit bekommen kann,

um dieses Auge zu zeigen.

Die Pupille des Auges und die Umrandung der Augen wird mit dunkler Farbe dargestellt werden, das Weiß des

Auges wird die helle Farbe.

 

Ich beginne, indem sie ein paar helle Quadrate / Rechtecke auf Raster 3 der Tabelle anlege. Beim Erstellen der Strickschrift, können gleich längere Rechtecke verwendet werden und somit entfällt das Zeichnen von einzelnen Quadraten.  Mit einem der kleinen Bits von heller Farbe wird ein leichtes Funkeln in den Augen fertiggestellt – die Illusion.  Diese gezeichneten Rechtecke bestimmen somit den ersten Bereich meiner Arbeit.

Inkscape Hinweis: Um die Farben für diese Rechtecke klicken Sie auf das farbige Kästchen neben entweder Fill-or-Takt bei der unteren linken Seite des Mains. Auf diese Weise können Sie ändern Füllfarbe, Linienfarbe und Linienbreite.

Nachdem das erste farbige Rechteck gezogen wurde, kann es leichter gefunden werden, wo dann das nächste neue Rechteck hinkommt und wie die Vorlage weiter umstellt wird. Neben der hellen Farbe auf Raster 3 darf aber nicht vergessen werden, auf dem Raster 2 die dunkle Farbe einzuarbeiten.

Im Bereich der hellen Farbe ist nun ein vollendetes Trugbild / Illusion zu malen, die Stiche darunter werden entsprechend mit der dunklen Farbe gearbeitet. Im Bereich der dunklen Farbe ist ebenso ein vollendetes Trugbild zu sehen, darüber sieht man dann die Stiche mit der hellen Farbe.

Setzen Sie die Arbeit auf diese Weise fort, zwischen leichten und dunklen farbigen Schichten tauschend, bis das Gebiet um das Auge vollendet ist.

Die Sichtbarkeit der Ebene muss ausgeschaltet werden, die das ursprüngliche Image hält, so dass Sie die Wirkung sehen können, dass Ihr Färben hat. Sie werden auch dieses Image ausschalten müssen, bevor Sie Ihre Karte ausdrucken oder es verwenden, um davon zu stricken.

 

Inkscape-Zeichen: Um Die Sichtbarkeit einer Schicht auszuschalten, klicken Sie auf den Namen der Schicht im Kasten des Falls unten und klicken Sie auf das Augensymbol.

Komplizierte Bereiche, wie die Umgebung des Auges, muss möglicherweise einmal als Test gestrickt werden, um sicherzustellen, dass die Illusion korrekt ist. Stricken sollte man das kleine Gebiet, zu überprüfen, Änderungen können noch schnell vorgenommen werden. Diese Verfahrensweise benötigt zwar einiges an Zeit, macht sich aber später bezahlt.

Hier ist die gestrickte Muster.

Kann ich das Auge erkennen?? Ja.

 

Ist der Designer zufrieden mit dem gestrickten Muster? Nein, er ist nicht glücklich mit den Farben. Vielleicht wäre  eine etwas hellere Farbe besser.

Auf der englischen Designerseite wird hier zwischen 80 Stichen und 150 Stichen ein Vergleich gesetzt. Die Designer verbleiben aber am Ende bei den 150 Stichen und daher lasse ich diesen Teil aus der Übersetzung heraus!

Der Designer ist mittlerweile mit der Augenpartie glücklich und fängt danach an, mit dem Farbentausch.

Die teilweise Ausblendung des Bildes, lässt das Muster erkennen

Das Design ist nicht immer offensichtlich, wenn man darauf auf diese Weise schaut. Überprüft werden muss, das die rechten Maschen und die linken Maschen an der richtigen Stelle stehen

 

Der Blick auf die hellen Stiche zeigt mehr, als ein Blick auf beide Farben gemeinsam. Die Lücken in der hellen Farbe zeigt dann am besten, wo die dunkle Farbe sein muss.

Die Färbung muss fortgesetzt werden, bevor man anfängt mit der Strickarbeit. Das bedeutet, man muss zwischen den Rastern wechseln und so das Bild beenden. Mit der fertigen Vorlage kann man die Strickarbeit beginnen.

Umschalten und prüfen der Vorlage

nächste Farbe zuschalten

Wichtig

Die Grafik zeigt Rippen und keine Reihen, Rippe = 2 Reihen

Strickschrift geht über 150 Maschen – diese Seite rechts stricken