Geniale Ferse – HG Socks

In einem der Strickblogs, denen ich folge, ist seit langem ein Paar Socken als Anleitung verfügbar, die ich irgendwie interessant fand. Der Blog gehört der Russin Olga und heißt übersetzt soviel wie „Gut. Laut“. Ich habe Olga gefragt, ob ich ihre Fersenkonstruktion hier beschreiben darf und habe ihr Einverständnis bekommen – vielen Dank dafür, Olga! Hier ist der Link zur komkpletten Anleitung auf Englisch oder Russisch. Ich beschreibe hier nur die Fersenkonstruktion, nicht wie man eine komplette Socke strickt. Im Schaft und auf dem Oberfuß kann man beliebige Muster arbeiten.

von der SAPitze gestrickt, Gr. 42

Sie beschreibt in ihrem Blog die Ferse für die Variante, dass man die Socken von den Zehen her strickt. Oben abgebildet ist eine Socke, die ich exakt nach der Original-Anleitung strickte, also mit 60 maschen von den Zehen her. Ich habe es auch ausprobiert, diese Ferse andersherum zu stricken und auch das funktioniert wunderbar. Am einfachsten ist es, diese Socken auf zwei Rundstricknadeln zu arbeiten.

Diese Ferse ergibt eine Socke für etwas kräftigere Füße, es ist mehr Platz im Bereich des Spanns als bei der normalen Ferse mit verkürzten Reihen. Mir hat besonders gefallen, dass diese Konstruktion so einfach und eingängig ist, man muss gar nicht immer in die Anleitung schauen und kann es sofort stricken.

Das Grundprinzip:

Zunächst nimmt man ca. ein Viertel der Maschen, die man für die Socke hat, alle 4 Reihen in Form eines Keils in der hinteren Mitte der Socke zu. In der Original-Anleitung sind es bei 60 Maschen für die Socke 16 Maschen, die man zu nimmt. Dann nimmt man diese Maschen auch wieder aller 4 Reihen ab, strickt dabei aber verkürzte Reihen. Und schon ist man fertig.

von oben nach unten gestrickt, Gr. 44

Strickschrift für den Zunahme-Teil:

Hierbei ist zu beachten, dass die Gesamtzahl der Maschen nicht gezeigt ist – am Ende hat man für diese Hälfte der Socke 46 Maschen. Die Strickschrift zeigt nur den mittleren Keil und seine Position.

Strickschrift für den Abnahme-Teil:

Auch hier ist die Gesamtzahl der Maschen nicht gezeigt, das Prinzip erschließt sich aber leicht: in jeder zweiten Hinreihe nimmt man die Maschen ab und ansonsten strickt man verkürzte Reihen hin und her. Die Strickschrift setzt voraus, dass man „Wendemaschen“ stricken kann. man strickt immer bis zur Wendemasche der Vorreihe, strickt Masche mit dem Umshclag zusammen und strickt eine masche weiter (die dann zur Wendemasche wird). Kein Zählen außer in der ersten Reihe erforderlich.

von oben nach unten gestrickt, Gr. 38

Socken von der Spitze aus gestrickt:

Nach der Spitze, die man gemäß persönlicher Vorlieben stricken kann, strickt man 40 Reihen glatt rechts (Achtung: das ist Olgas Reihenangabe – mir wurden die Socken damit zu groß, ich kam bei Größe 42 raus, für mich sind 33-35 Reihen für eine Größe 39/40 passender). Und dann beginnt auf der Unterseite der Socke der Zunahmeteil. Man strickt weiter in Runden, der Oberfuß wird glatt rechts gestrickt. Dann wechselt man zum Abnahmeteil, den man hin und her nur über die Fußsohle strickt. Dann folgt der Schaft der Socke und der Abschluss.

Socken von oben nach unten gestrickt:

Man beginnt die Socke ganz normal mit Bündchen und Schaft. Ich habe eine Schaftlänge von ca. 30-40 Reihen gestrickt. Dann folgt der Zunahme-Teil, wobei man weiter in Runden strickt. Danach kommt der Abnahme-Teil, der hin und her über die Unterseite der Socke gearbeitet wird. Der Fußteil wird dann ca. 35 Reihen lang (für eine Größe 39/40) und dann folgt noch die Spitze der Socke und man ist fertig.

Tipps zur Größenanpassung:

Die schwarzen Socken oben sind mit einem Keil von 18 Maschen (statt 16) gestrickt. Das ergibt sich beim Stricken ganz natürlich, man muss dabei nicths weiter beachten. Man kann auch für noch kräftigere Füße auf eine Keilgröße von 20 Maschen gehen. Bei der Abnahme muss man entsprechend darauf achten, dass die ersten Abnahmenmit den äußeren Maschen des Keils erfolgen.

Und Muster gehen auch mit dieser Ferse….. das folgende Bild hat SybilR von knitting and so on bereit gestellt – dankeschön dafür!

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