Rippen-Schal in Flechtmustertechnik

Andrea dreaK Rippen-Schal in Flechtmustertechnik

Garn: Merino-Wolle, Lauflänge ca. 170 m/50 g, 170 bis 200 g
Nadeln: Nr. 3 bis 3,5
Maschenprobe: ca. 30 M x 38 R glatt rechts = 10 x 10 cm
Fertige Maße: ca. 15 cm x 160 cm
Schwierigkeitsgrad: mittel bis fortgeschritten

entrelac2.jpg

Allgemeines:
Der Schal ist in Flechtmuster-Technik (Entrelac) gearbeitet. Allerdings sind die einzelnen Flächen nicht wie sonst üblich glatt rechts gestrickt, sondern in 1re-1li-Rippen. Dadurch sehen beide Seiten gleich aus. Das Rippenmuster verzerrt die Flächen so, dass sie m fertigen Strickstück eher hantelförmig als quadratisch aussehen. Jede Reihe besteht aus einem hochkant gestellten Dreieck am Rand und zwei schräg liegenden Quadraten. Jedes Quadrat/Dreieck ist 12 M breit. Das Muster kann aber auch mit anderen geraden Maschenzahlen gearbeitet werden. In der Anfangs- und der Abschluss-Reihe werden jeweils ein halbes und zwei ganze Dreiecke gestrickt.Der Schal besteht aus 48 Reihen mit Quadraten/Dreiecken, insgesamt 144 Quadrate und Dreiecke.
Schema-Zeichnung:

Die Nummern in denDreiecken und Quadraten geben die Reihenfolge an, in der die Flächen gestrickt werden. Die Pfeile markieren die Strickrichtung.

entrelac3.jpg

Anleitung:
Abkürzungen:
x 2 li = aus 1 M 2 li M herausstricken
(erst 1 li M wie üblich um das vordere Maschenglied str, die M nicht von der
li Nadel gleiten lassen, noch mal 1 li M um das hintere Maschenglied str, also
li verschränkt, dann die M von der li Nadel gleiten lassen).
Alternative: 1 M li, 1 M verschränkt aus dem Querfaden zunehmen.
2 M rv zus = 2 M rechts verschränkt zusammenstricken
1 M abh = 1 M wie zum Linksstricken abheben, dabei den Faden vor die Arbeit
1 U = 1 Umschlag
wnd = wenden


1. Anschlag
31 M anschlagen, am besten italienisch (runder Anschlag).
Wenn die Quadrate nicht 12 M breit werden sollen, sondern eine andere Maschenzahl N
haben, hilft diese Formel:
Gesamtmaschenzahl = (Anzahl der Quadrate pro Reihe) x N + N/2 + 1
Bsp: Drei Quadrate pro Reihe mit je 10 M Breite -> 3 x 10 + 10/2 + 1 = 36 M

2. Anfangsreihe
2.1. Halbes Grunddreieck (Fläche 1 im Schema)
1. R.: 1 re, 1 li (ergibt 2 M auf der re N), wnd
2. R.: 1 M abh, 1li, wnd
3. R.: x 2 li, 1 li, 1 re, (ergibt 4 M auf der re N), wnd
4. R.: 1 M abh, 1 re, 1 li, 1 re, wnd
5. R.: x 2 li [1 re, 1 li] 2mal, (ergibt 6 M auf der re N), wnd
6. R.: 1 M abh, [1 li, 1 re] 2 mal, 1 li wnd
7. R.: x 2 li, [1 li, 1 re] 3 mal, (ergibt 8 M auf der re N), wnd
8. R.: 1 M abh, [1 re, 1 li] 3 mal, 1 re, wnd
9. R.: x 2 li, [1 re, 1 li] 4 mal, (ergibt 10 M auf der re N), wnd
10. R.: 1 M abh, [1 li, 1 re] 4 mal, 1 li, wnd
11. R.: x 2 li, [1 li, 1 re] 5 mal (ergibt 12 M auf der re N), NICHT WENDEN!
Diese 12 M auf der rechten Nadel bilden nun die Oberkante des ersten Dreiecks und werden vorerst liegengelassen. Auf der linken Nadel sind jetzt noch 24 M vom Anschlag.


2.2 Ganzes Grunddreieck (Flächen 2 und 3 im Schema)
1. R.: 1 li, 1 re (ergibt 2 M auf der re N plus den stillgelegten), wnd
2. R.: 1 M abh, 1 re, wnd
3. R.: 1 li, 1 re, 1 li (-> 3 M auf der re N), wnd
4. R.: 1 M abh, 1 li, 1 re, wnd
5. R.: [1 li, 1 re] 2 mal (-> 4 M auf der re N), wnd
6. R.: 1 M abh, 1 re, 1 li, 1 re, wnd
7. R.: [1 li, 1 re] 2 mal, 1 li (-> 5 M auf der re N), wnd
8. R.: 1 M abh, [1 li, 1 re] 2 mal, wnd
9. R.: [1 li, 1 re] 3 mal (-> 6 M auf der re N), wnd
10. R.: 1 M abh, [1 re, 1 li] 2 mal, 1 re, wnd
11. R.: [1 li, 1 re] 3 mal, 1 li (-> 7 M auf der re N), wnd
12. R.: 1 M abh, [1 li, 1 re] 3 mal, wnd
13. R.: [1 li, 1 re] 4 mal (-> 8 M auf der re N), wnd
14. R.: 1 M abh, [1 re, 1 li] 3 mal, 1 re, wnd
15. R.: [1 li, 1 re] 4 mal, 1 li (-> 9 M auf der re N), wnd
16. R.: 1 M abh, [1 li, 1 re] 4 mal, wnd
17. R.: [1 li, 1 re] 5 mal (-> 10 M auf der re N), wnd
18. R.: 1 M abh, [1 re, 1 li] 4 mal, 1 re, wnd
19. R.: [1 li, 1 re] 5 mal, 1 li (-> 11 M auf der re N), wnd
20. R.: 1 M abh, [1 li, 1 re] 5 mal, wnd
21. R.: [1 li, 1 re] 6 mal (-> 12 M auf der re N), NICHT WENDEN!
Das Dreieck hat wiederum 12 M an der Oberkante, die liegen gelassen werden.
Das ganze Grunddreieck noch einmal arbeiten. Damit sind dann alle M vom Anschlag aufgebraucht.
Nach dem zweiten Grunddreieck wenden.


3. Mittelreihen
3.1 Seitliches Dreieck (Flächen 4, 7, 10 usw. im Schema)
1. R. (Hin-R.): x 2 li, 2 M rv zus (-> 3 M auf der re N, 9 M von der Oberkante
des Quadrats oder Dreiecks der Vorreihe auf li N), wnd
2. R. (Rück-R): 1 li, 1 re, 1 li, wnd
3. R.: x 2 li, 1 li, 2 M rv zus (-> 4 M auf der re N, 8 M auf der li N),
4. R.: [1 li, 1 re] 2 mal, wnd
5. R.: x 2 li, 1 re, 1 li, 2 M rv zus (-> 5 M auf der re N, 7 M auf der li N), wnd
6. R.: [1 li, 1 re] 2 mal, 1 li, wnd
7. R.: x 2 li, 1 li, 1 re, 1 li, 2 M rv zus (-> 6 M auf der re N, 6 M auf der li N), wnd
8. R.: [1 li, 1 re] 3 mal, wnd
9. R.: x 2 li, [1 re, 1 li] 2 mal, 2 M rv zus (-> 7 M auf der re N, 5 M auf der li N), wnd
10. R.: [1 li, 1 re] 3 mal, 1 li, wnd
11. R.: x 2 li, [1 li, 1 re] 2 mal, 1 li, 2 M rv zus (-> 8 M auf der re N, 4 M auf der li N), wnd
12. R.: [1 li, 1 re] 4 mal, wnd
13. R.: x 2 li, [1 re, 1 li] 3 mal, 2 M rv zus (-> 9 M auf der re N, 3 M auf der li N), wnd
14. R.: [1 li, 1 re] 4 mal, 1 li, wnd
15. R.: x 2 li, [1 li, 1 re] 3 mal, 1 li, 2 M rv zus (-> 10 M auf der re N, 2 M auf der li N), wnd
16. R.: [1 li, 1 re] 5 mal, wnd
17. R.: x 2 li, [1 re, 1 li] 4 mal, 2 M rv zus (-> 11 M auf der re N, 1 M auf der li N), wnd
18. R.: [1 li, 1 re] 5 mal, 1 li, wnd
19. R.: x 2 li, [1 li, 1 re] 4 mal, 1 li, 2 M rv zus (-> 10 M auf der re N, 2 M auf der li N), NICHT WENDEN!

3.2 Quadrat (Flächen 5, 6, 8, 9 usw. im Schema)
1. R. (Hin-R.): Aus der seitlichen Kante des Quadrats bzw. Dreiecks der Vorreihe 12 M aufnehmen. Noch 1 M von der Oberkante des nächsten Quadrats/Dreiecks der Vorreihe re str, die letzte aufgenommene M über diese M ziehen.
Das ergibt 12 M auf der re Nadel und 11 M von der Oberkante des Quadrats
der Vorreihe auf der li Nadel. Wenden
2. R. (Rück-R): [1 li, 1 re] 6 mal, wnd
3. R.: [1 li, 1 re] 5 mal, 1 li, 2 M rv zus, wnd
Die 2. und 3. R wiederholen, bis alle M von der Oberkante des Quadrats/Dreieicks
der Vorreihe aufgebraucht sind.
Bei den in der Mitte des Strickstücks liegenden Quadraten (Flächen 5, 8, usw.) NICHT WENDEN, bei den an der Kante gelegenen (Flächen 6, 9, usw ) die Arbeit wenden.
Soviele Mittelreihen stricken, bis die gewünschte Schal-Länge erreicht ist


4. Abschlussreihe
Hier werden verkürzte Reihen benutzt. Alternativ kann man die M an der oberen
Kante auch abketten, allerdings bekommt man dann keine schöne Abschlusskante.
4.1. Halbes Abschlussdreieck (Fläche 142 im Schema)
Zunächst wie ein seitliches Dreieck (siehe Abschnitt 3.1) arbeiten bis zur 7. R. einschliesslich.
8. R.: [1 li, 1 re] 2 mal, 1 li, wnd
9. R.: 1 U, [1 re, 1 li] 2 mal, 2 M rv zus, wnd
10. R.: [1 li, 1 re] 2 mal, wnd
11. R.: 1 U, 1 li, 1 re, 1 li, 2 M rv zus, wnd
12. R.: 1 li, 1 re, 1 li, wnd
13. R.: 1 U, 1 re, 1 li, 2 M rv zus, wnd
14. R.: 1 li, 1 re, wnd
15. R.: 1 U, 1 li, 2 M rv zus, wnd
16. R.: 1 li, wnd
17. R.: 1 U, 2 M rv zus, NICHT WENDEN!


4.2 Ganzes Abschlussdreieck (Flächen 143, 144 im Schema)
Wie ein normales Quadrat (siehe Abschnitt 3.2) arbeiten. Dabei nach dem gleichem Prinzip wie beim halben Abschlussdreieck in jeder Rückreihe 1 M weniger str, wenden, 1 Umschlag machen.
Es entsteht eine gerade Oberkante mit 1 U, 1 M im Wechsel.


5. Abschlusskante
Über alle M eine R im Rippenmuster 1re-1li stricken. Dabei die Umschläge mit den folgenden M gemäß dem Rippenmuster aus der Abschlussreihe zusammenstr.
Noch eine Reihe über alle M im Rippenmuster stricken.
Dann italienisch abketten (abnähen) oder durch Überziehen abketten.


6. Fertigstellung
Fäden vernähen.
Wenn die Seitenränder zu wellig sind, Schal vorsichtig spannen, dabei nicht zu stark in die Breite ziehen.

Viel Spaß beim Nachstricken wünscht
Andrea Krüß-Anders (Drea)

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